Diese Welt

Diese Welt

langer Holzsteg durch einen Wald als Beitragsbild für Wege - Artikel-ReiheWir können diese Welt nicht retten. Wir können nur in Ausnahmesituationen andere Menschen retten. Was wir aber tun können und sollen, ist, wie Gandhi gesagt hat, selbst zu sein und zu leben, was wir in unserer Welt vermehrt sehen wollen.

Das sagt sich leicht. Oftmals ist es der einfachere Weg, uns auf die Baustellen der anderen zu verirren und ihnen Dinge abnehmen zu wollen, die ihre eigenen Aufgaben sind, wodurch wir ihnen letztlich nur dabei im Weg stehen, in ihre eigene Kraft zu kommen.

Unsere Prinzipien und Wünsche wie Freiheit und Liebe, ein echtes Miteinander und Respekt, auch vor uns selbst, tatsächlich und real zu leben, statt davon zu träumen und zu sprechen, ist wahrscheinlich die größte Aufgabe tagtäglich. Aber sie ist diejenige, mit der wir eine Kettenreaktion, einen Schmetterlingseffekt auslösen können, von dem wir oft gar nichts mitbekommen. Er geht durch die Welt und multipliziert sich, wie auch das Schlechte sich vermehrt.

Wir glauben oft, nichts bewirken zu können, und vergessen, in unserem eigenen Leben zu beginnen, zu stolpern, aufzustehen und unsere Werte weiter in unserem ganz realen Leben umzusetzen, (vor allem uns selbst) zu zeigen, dass sie tatsächlich für uns zählen, und für sie sichtbar in unseren eigenen Entscheidungen einzustehen, von denen die Welt nichts mitbekommt. Aber wir setzen damit Energie in Gang, die sich zunächst unsichtbar fortpflanzt. Alles ist Energie, sagt die moderne Physik (und auch die eigene Seele spürt das).

Ist mir Respekt wichtig, muss ich lernen, Respekt tatsächlich selbst zu leben. Ist mir Miteinander wichtig, muss ich zuerst lernen, was das konkret bedeutet, und das ist nicht immer einfach zu praktizieren, besonders wenn man verletzt ist. Will ich eine ehrliche und solidarische Welt, muss ich mich fragen, wo überall ich nicht zur Wahrheit und hinter oder zu anderen stehe, sondern sie im Stich lasse oder verrate.

Wir sind nicht perfekt und müssen es nicht sein. Aber das eine zu wünschen und selbst das andere zu tun, wenn es darauf ankommt oder auch nur in kleinen Situationen, bringt niemanden weiter, sondern lässt uns nur im Kreis drehen.

Ich lerne auch gerade, mache Fehler und versuche es erneut. Ich lerne gerade Liebe, Vertrauen und Respekt. Das sind große Lektionen. Gesagt sind all diese Wörter sehr schnell, aber was sie dann wirklich gelebt bedeuten, ist eine andere Liga.

Was möchtest du in der Welt sehen? Was davon lebst du selbst und was eigentlich nicht, wenn du genau hinschaust? Welche Energie sendest du mit beidem in die Welt, und was zeigt sich als simple Reflexion davon in deiner Realität?

Die Welt ist ein Spiegel. Sie ist eine Leinwand, und du bist der Projektor dessen, was dir in dein Leben reflektiert wird. Was an diesem Film magst du, was nicht? Da schau hin, bei dir selbst! Ich tue es auch.

Wir sind oft gut zu anderen und bekommen Lieblosigkeit gespiegelt. Warum? Weil wir entweder aus Berechnung gegeben haben oder zu uns selbst nicht gut waren, auf uns vergessen haben, und das wird uns dann zurückgespiegelt.

Wer willst du sein? Was willst du in der Welt sehen? Das sei und lebe es selbst! Ich auch.


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